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von Agnus D.  /  anno domini  2003

Anfang und Ende von Zeit und Welt 

Ein Aufsatz über den fundamentalen Kreis des Seins in der Bibel und bei den Evangelisten

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Die Funktion

 

In der Johannesoffenbarung 22,13 heißt es kurz vor deren Schluss: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

Der dies spricht, gibt hiermit zu verstehen, dass er sich in einem Nullpunkt befindet. Denn "Erster" und "Letzter" zu sein, sind naturgemäß Zeitaussagen. Und die Zeit ist ja bekanntlich durch pausenlose Bewegung und Veränderung bzw. Umformung gekennzeichnet. Der Erste wandelt sich also in einem zeitlichen Prozess zu dem Letzten, so dass damit ein Kreislauf angezeigt wird, wo das Ende auf den Anfang trifft, oder Anfang und Ende in eins fallen.  

Die Ineins- oder auch Zusammenfallung von Anfang und Ende eines Kreislaufs in einem gemeinsamen Punkt definiert seine bewegungslos zeitenthobene Selbstschnittstelle. Sie besteht also in einer Art nullpunktueller Überzeitlichkeit. Denn wo der Kreislauf endet, aber noch nicht begonnen hat, da ist alles quasi in Frage gestellt, auch bewegt und verändert sich da nichts wie in einem für sich selbst bestehenden Nullpunkt. Doch sind ja Anfang und Ende einer veränderungsgemäßen Entwicklung naturgemäß  Gegensätze, welche sich prinzipiell zu Gegenteilen unterscheiden müssen. Denn würden sich der Anfang und das Ende des Kreislaufs nicht voneinander unterscheiden, so hätte sich nichts bewegt und verändert. Es wäre somit keine Zeit vergangen, kein Kreislauf hätte stattgefunden, und eine Wirklichkeit würde es nicht geben. Mithin wird der absolute Nullpunkt durch das Aufeinandertreffen des Endes auf den Anfang gekennzeichnet. Hier muss das Ende - wie es sich für Polarität gehört - seinen Anfang abstoßen. Folge: Identischer Kreislauf von Anfang bis Ende, mit dem Wandel des unfertigen Anfangs bis hin zum gegenteilig fertigen  Ende!

Was also bedeutet dieses Rätsel einer verbildlicht sich sozusagen in den Schwanz beißenden Schlange. Wie wir aus unserer eigenen zeitlichen Existenz wissen, vergeht fortlaufend absolut alles mitnehmende Zeit. Und dieser Zeitfluss ist ganz wirklich. So wirklich wie unsere Geburt in diese Welt hinein mit unserem Tod zum Abschied aus ihr. Durch unser Leben in dieser tödlichen Zeitwelt erfahren wir den pausenlosen Wandel zur Vergänglichkeit und Umformung von allem was in ihr ist.

Indem sich das Universum als das alle Zeit und allen Raum ausfüllende All äußerlich nirgendwo hin bewegen kann, kann es sich nur innerlich in sich selbst bewegen. Und eine innerliche Selbstbewegung beginnt naturgemäß bei sich selbst und endet auch wieder bei sich selbst. Erforderlich dafür ist eine Definierung eines Anfangs und eines Endes zur Selbstunterscheidung, damit eine Selbstbewegung von Anfang bis Ende überhaupt erst möglich ist. Dabei erinnern wir uns noch an oben: "Denn würden sich der Anfang und das Ende des Kreislaufs nicht voneinander unterscheiden, so hätte sich nichts bewegt und verändert. Es wäre keine Zeit vergangen, kein Kreislauf hätte stattgefunden, und eine Wirklichkeit gäbe es nicht."

Die erkenn- und erlebbare Wirklichkeit von Kosmos oder All ist demnach die, dass für das Universum als Ganzem - sowie damit auch für alles in ihm - der Zeit entsprechend ein unfertiger Anfang und ein gegenteilig fertiges Ende vorgegeben sein muss. Doch nicht in der Weise, wie wir das von unserer eigenen zeitlichen Existenz her kennen. Da war für uns als Mensch vor unserer Geburt nichts, und nach unserem Tod wird für uns wieder nichts sein. Das All oder Ganze ist hier offensichtlich unendlich viel mehr als die Summe seiner Teile. Es war ja vor uns da, und es wird gleichfalls nach uns noch da sein. 

Wir, die wir uns in diesem Ganzen, in dessen Raum und Zeit bewegen, können darin entstehen und wieder vergehen. Aber von woher soll denn das Ganze kommen, und nach wohin soll es denn wieder gehen? Für das größtmögliche Ganze - bzw. das All oder Universum - kann es von der Logik her keinen Raum geben, von wo heraus es entstehen könnte, oder nach wohin es wieder verschwinden könnte. Denn was als Ganzes allen Raum einnimmt, das hat damit keinerlei Raum zu einer Bewegung, sodass für es auch keine Zeit vergeht. Das führt uns zu der kaum fassbaren Einsicht, dass das zeitlich bewegte Universum noch eine andere Seite haben muss. Und dass es auf dieser anderen Seite grundsätzlich wegen seiner Raumlosigkeit auch ohne Zeit und von daher als raumzeitlos ungegenständlicher Punkt ewig besteht. Zudem steht diese anderseitige Raum- und Zeitlosigkeit als eine Art Nichts einem raumzeitlich bewegten Dasein diametral entgegen. Doch was ist dann mit dem uns bekannten Universum als der Daseinsform, in welcher wir existieren? Hier hat das All für sich selbst anscheinend unendlichen Raum in unendlicher Zeit zu einem unbegrenzten Dasein. Wie kann denn nun überhaupt ernsthaft von einer umgekehrt punktuellen Ungegenständlichkeit gesprochen werden wie dem einst urgeknallten sogenannten Energiebad der Astrophysiker, als einer dimensionalen Selbstumkehrung aus der Raumzeitlosigkeit in die gegenteilige Raumzeit?

Die einzige vernünftige Möglichkeit, welche sich aus dieser klaren Paradoxie ergibt, ist eben die, dass das Dasein über zwei raumzeitliche Kehrseiten verfügen muss, zu einem System der wechselseitigen Bedingung zweier solcher Selbstpole. Sie bedeutet vereinfacht gesagt, dass jede dieser beiden raumzeitlichen Kehrseiten des Daseins in die jeweils andere hineinragend von dort heraus den Grund ihres jeweiligen Seins bezieht. Das hört sich zunächst sehr abwegig an, ist aber durchaus logisch, und steht - wie wir im folgenden zweiten Teil noch sehen werden - mit den biblischen sowie evangelistischen Überlieferungen in bester Übereinstimmung. Wenn nun also eine jede raumzeitliche Kehrseite des Universums in die jeweils andere hineinragend daraus ihre sie begründende Ursache bezieht, dann ist ja damit notwendigerweise ein All-Kreislauf mit Anfang und Ende angezeigt, zu einer Wirkursächlichkeit von Anfang und Ende des Alls. Die Polarität von Anfang und Ende dieses universalen Kreislaufs kann damit als sein Wirkprinzip, als der Grund und Motor des Seins erkannt werden.

Indem es lediglich diese beiden die Raumzeit betreffenden Kehrseiten des Daseins - der einerseits raumzeitlosen Ungegenständlichkeit sowie der andererseitigen raumzeitlichen Gegenständlichkeit - gibt, ist diese Raumzeitlosigkeit zur Spiritualität sowie die diametrale Raumzeitlichkeit zur Materialität gekennzeichnet. Und indem sich diese beiden Kehrseiten des Alls wechselseitig bedingen, ergibt sich ein Kreissystem der Spiritualität und Materialität, bzw. ein Universum bestehend aus Geist und Materie. Im Menschen finden diese gegensätzlichen Komponenten ihre höchste Ausformung zu einer funktionalen Einheit: dem geistigen Bewusstsein von sich selbst, das auf das komplette Leben bezogen zur Seele bzw. Psyche besteht. Indem dem Menschen kraft dieser seiner Geistseele eine Selbstspiegelung möglich ist, kann er hierbei mit einer geistseelischen Abstandnahme von sich selbst - als eine Art All-Öffnung - zugleich das All spiegeln, wodurch dieses über jenen Menschen ein Bewusstsein von sich selbst erhielte. Wo also solche All-Spiegelung sich in Raum und Zeit bzw. der Welt ereignet, da erhält das All ein Selbst, da wird das All Mensch, sowie damit umgekehrt jener Mensch Gott. Allerdings eben mit einer gleichzeitigen und zum Naturgesetz bestehenden unausweichlichen Verpflichtetheit zum Dienst an diesem ewigen Systemkreislauf des Universums. Er ist eine Kehrseitenmechanik der wechselseitigen Bedingung, worin jede Kehrseite für die andere ursächlich zu sein hat, bzw. jede Kehrseite in der jeweils anderen zu gründen hat.

 

 

 

Die biblischen Entsprechungen

 

Die Schöpfungsgeschichte der Bibel bei Moses - als sogenannte Genesis - bedient sich hier angesichts dieser doch sehr extrem abstrakten Komplexität einer einfachen Bildersprache. Sie zeigt über die Geschichte von Adam und Eva, dem Menschenpaar im Eden-Paradies, das Aufeinandertreffen des Anfangs auf das Ende des Schöpfungskreislaufs zu einer überzeitlichen Schnittstelle als dem sogenannten Garten Eden. Das Ende als Vollendung im Vollbesitz seines von Anfang bis Ende reichenden Werdegangs, trifft auf seinen ahnungslosen unfertigen und noch mangelhaften Anfang, der damit eben diesen Werdegang zu seinem ihn vollendenden Ende noch vor sich hat. 1 Mo 1,27  Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie. Adam und Eva bestehen demzufolge in einer Art Doppelnatur des einerseitigen Anfangs und anderseitigen Endes, wenn da von der Schaffung eines Ebenbildes bzw. einer Kopie die Rede ist. Das schöpferische Original der Einheit von endgemäß vollendetem Mann und vollendeter Frau hat sich damit seinen eigenen Anfang begründet, zum zwingend notwendigen Unterschied von endgemäß fertiggestelltem Original und anfangsgemäß unfertiger Kopie. Denn ansonsten könnte es ja keinen Unterschied von Anfang und Ende zu einem Kreislauf vom leeren Anfang bis zum vollen Ende geben.

Viel deutlicher und spiritueller als in der bildlichen Genesis wird dieser Seinkreis noch beim Evangelisten Johannes gezeichnet. So heißt es dort in Joh 1,1 - 1,3   Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. Wenn durch das Wort alles entstanden ist, was ist, dann ist notwendigerweise die Schöpfung die Ausformung oder Vergegenständlichung dieses Wortes. Und wenn das Wort bzw. die Schöpfung Gott war, dann ist der HERR seine eigene Schöpfung. Und weiter: Wenn das Wort bzw. die Schöpfung am Anfang bereits schon war, dann muss sie dort als vollendetes Ende voraus bestanden haben, mit der dadurch zugleich auch gegebenen schöpferischen Fähigkeit sich selbst den rückkoppelnden Anfang zu setzen. Die komplette Schöpfung wird also demnach in Raum und Zeit bzw. in Welt und Schöpfung von einem das Universum spiegelnden Menschen zu dessen Selbst vergegenständlicht, womit die Schöpfung ihr finales Ziel der Vollendung zur Einholung des Anfangs durch das Ende erreicht. Indem dieser Mensch in solchem überzeitlichen Nullpunkt durch eine gerichtliche Urscheidung den identischen Kreislauf von Anfang bis Ende errichtet, ist durch einen solchen zweimalig identischen Weltlauf das Dasein in sich selbst rückgekoppelt, womit sich die Zeitwelt zur Umschaltung auf die Ewigkeitswelt erledigt hat. Von daher ist die Zeitwelt grundsätzlich das Erste und Alte, und die Ewigkeitswelt das Zweite und Neue, mit einer solch naturgesetzlichen Abfolge für alles Dasein.

Im Verhältnis zu der nur bildhaften Genesis bei Moses, sowie dem abstrakten Prolog des Johannes, wird im sogenannten Thomasevangelium jener Kreis des Seins schon fast im Klartext vorgestellt. Tho 018  Die Schüler baten Jesus: Sag uns doch, wie unser Ende ist! Jesus aber sprach: Habt ihr denn schon den Anfang entdeckt, dass ihr nach dem Ende fragt? Denn wo der Anfang war, da wird das Ende sein. Selig, wer im Anfang steht! Denn er erkennt das Ende, und wird den Tod nicht schmecken. Noch einfacher und viel deutlicher als wie hier geschehen kann der Schöpfungskreis kaum mehr dokumentiert werden. Doch eine solch unglaubliche Tatsache widerspricht unseren Denkgewohnheiten ganz erheblich. Wir haben ja schon bei unserem durchgehend linearen Denken enorme Schwierigkeiten uns vorzustellen, dass der Anfang oder die Grundlegung der Welt etwas sein soll, das erst am Ende unserer Zeit und dann auch noch in dieser Welt stattfinden soll. Dass wir uns also innerhalb eines universalen Kreislaufs befinden und bewegen, in welchem der Anfang in die Hände eines Endes gelegt ist. Und dazu noch das, dass sich dank tatkräftiger Urscheidung des beherrschenden Endes von seinem von ihm geschöpften und von ihm zu beherrschendem Anfang, dabei der Anfang zum Ende wandeln kann.

Wenn sich in diesem kreisförmigen zeitlichen Weltlauf das Ende zu seinem Anfang einholte, dann wäre nicht nur diese zentrale Selbstschnittstelle des Kreises nullpunktuell, sondern ebenso der Kreis insgesamt wäre zu überzeitlicher Nullpunktualität gekennzeichnet. Alles wäre dabei bereits schon von Anbeginn durch das so vorgegebene Ende vorausbestimmt gemäß: Mt 25,34  Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt! Und wir bestünden uns als Urbilder selbst voraus, zu unserer eigenen ziel- und vollendungsgemäßen Vollkommenheit exakt dort in der überzeitlichen Nullpunktualität gemäß Tho 084  Jesus: Jetzt freut ihr euch, euresgleichen zu sehen. Wenn ihr aber eure Abbilder seht, die vor euch bestanden haben und die weder sterben noch offenbar werden – wie viel könnt ihr ertragen?

Doch würden und könnten wir jetzt hier in dieser Zeitwelt davon nichts bemerken, weil unser immer nur punktuell agieren könnendes Bewusstsein bei der Abwanderung unseres Lebenslaufes mit der Verarbeitung dessen stets vollauf beschäftigt ist. An eine festgelegte Vorausbestimmung unser aller Schicksals mögen wir aufgrund dessen  im Allgemeinen nicht zu glauben. Uns fehlt eben ein zusätzliches Organ, um die Wirklichkeit und Tatsächlichkeit des Schöpfungskreislaufs sowie die Bereitetheit des Reichs seit Anbeginn bzw. jener Weltgrundlegung wahrnehmen zu können. Wenn wir uns vergegenwärtigen könnten, dass wir uns in einem solchen Kreislauf befänden, dann hätte das aber wieder weitreichende Folgen auf all unsere Lebensbereiche. Wir wüssten dann, dass unsere zeitliche Existenz mit unserem Tod nicht einfach nur im Nichts versunken wäre, sondern wie in einem Speichermedium abrufbereit archiviert gemäß Lk 20,38  Er ist aber nicht Gott der Toten, sondern der Lebendigen; denn ihm leben alle. Denn es lebten ja alle wie in einem Film zu ihrer Zeit an ihrem Ort. Gelänge uns also ein raumzeitlicher Übergriff zu einer damit höheren paradiesischen Dimension wie sie beispielsweise die Schnittstelle des Kreislaufs zu dessen Anfang und Ende darstellt, so wäre uns damit auch die Verfügungsgewalt über unserer eigenes Leben bzw. Schicksal in die Hände gelegt gemäß Tho 019  Jesus: Selig, wer war, bevor er wurde! Wenn ihr mir folgt und auf meine Worte hört, dann dienen die Steine hier euch. Denn ihr habt fünf Bäume im Paradies, die kein Sommer und kein Winter bewegt und deren Blätter nicht fallen. Wer sie kennt, der wird den Tod nicht schmecken. Erreicht man das überzeitliche Paradies der Nullpunktualität in der Nachfolge Jesu, so war man, bevor man wurde, und nichts wäre einem dabei unmöglich gemäß Tho 106  Jesus: Wenn ihr aus zweien eins macht, dann werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr alsdann dem Berg befehlt, sich hinwegzuheben, so wird er verschwinden. Gemeint ist offenbar damit die Fähigkeit zu göttlicher Allmacht, in deren Gebrauch man sein zuvor festgelegt gewesenes Schicksal einer geschöpflichen Niedrigkeit, zu ewig schöpferischer Macht und Herrlichkeit umzugestalten vermag.

Dass man das überzeitliche Paradies bzw. die Selbstschnittstelle des Schöpfungskreislaufs aus der Einsmachung bzw. mit einer Vereinheitlichung von Mann und Frau erreichen kann, das teilt uns Jesus noch im weiteren mit Tho 022  Jesus aber sprach zu ihnen: Wenn ihr aus zwei eins macht; wenn ihr das Innere wie das Äußere, das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere macht; wenn ihr Mann und Frau vereinigt, so dass der Mann nicht Mann und die Frau nicht Frau bleibt; wenn ihr mit neuen Augen seht, mit neuen Händen handelt, mit neuen Füßen geht und ein neues Bild aus euch macht – dann kommt ihr ins Reich. Bei dieser Vereinheitlichungsanweisung handelt es sich somit ganz offenbar um eine Aufhebung aller Gegensätze zu einer völligen Außerkraftsetzung der weltgrundlegenden Polarität, was der vereinheitlicht habende Mensch kraft Geist und Seele mit seiner dadurch erzeugten Spiegelung des Alls - zu dessen Selbst - erreicht. Eine Vereinheitlichung des Universums - das wissen wir nun inzwischen - bewirkt eine Spiegelung der Kehrseite unserer raumzeitlichen Welt, und damit die raumzeitlose Punktualität mit ihrer gefährlichen Nähe zum Nichts, die dann im so gewordenen Selbst des Universums installiert wäre, und damit den Urmoment des Seins an sich definierte, mit welchem sodann dieser Einheitsmensch für die Urscheidung konfrontiert wäre.

Dann muss folglich gemäß - Tho 106  Jesus: Wenn ihr aus zweien eins macht, dann werdet ihr Söhne des Menschen. Und wenn ihr dann dem Berg befehlt, sich wegzuheben, so wird er verschwinden. - dem Berg bzw. der tödlichen raumzeitlosen Punktualität - als das Jüngste Gericht - befohlen werden zu weichen. Damit wäre dann wieder die biblische weltgrundlegende Urscheidung zur Polaritätsherstellung bei gleichzeitig unveränderbarer Nullpunktualität des Kreises geleistet. Denn die Urscheidung ist ja der von solchem Anfang bis zu solchem Ende währende identische Schöpfungskreislauf. Ist er am Schluss zur Zweimaligkeit in sich selbst rückgekoppelt, dann hat er sich zu seiner Umschaltung auf die immerwährende Zeiterfülltheit erledigt. An die Stelle der Zeitwelt tritt jetzt die so geartete Ewigkeitswelt. Sie ist die anfänglich verheißene Erlösung von allem Übel zu einem paradiesischen Sein der Unendlichkeit in Anfangs- und Endlosigkeit gemäß Mt 25,34  Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt!

Ewiges Schicksal und ewiges Leben bei Gott liegen derart offenbart in der Hand jedes einzelnen Menschen zu jeder Zeit an jedem Ort. Wer nun in Zeit und Welt mit seinem mickrigen Schicksal und dem Leben in eindimensionaler Todesverfallenheit nicht zufrieden ist, demjenigen macht der HERR in Jesus Christus das unwahrscheinliche Angebot zur Vierdimensionalität des Lebens aus sich selbst. Das kann allerdings nur derjenige nutzen, welcher sich rückhaltlos sowie komplett dieser Allmacht bzw. Jesus und seinem Vater überantwortet. Dann geschieht aus dem nullpunktuellen Zeitübergriff Gottes vor den Augen des Herrn der personale Wandel jenes uranfänglichen ganzen Menschen aus seiner eindimensionalen Todesfinsternis ins vierdimensionale Lebenslicht gemäß: Mt 19,26  Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist das unmöglich; aber bei Gott ist alles möglich. Mk 10,27  Jesus aber blickte sie an und sprach: Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich. Lk 1,37  Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.

 
 

 

 

 

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